Hier werde ich nach und nach etwas zu unserer kleinen Schafherde zusammentragen. Unsere Schafe sind reine Koppeltiere und werden nicht gehütet.
Seit 2010 halten wir eine kleine Gruppe Herdzuchtbuch-Herdwicks.
Das Herdwick ist ein britisches Bergschaf und stammt von den Schafen der frühen nordischen Siedler ab. Der altnordische Name "hervyck" (Schafweide) lässt dies heute noch nachvollziehen. Erste Erwähnungen findet man schon in Dokumenten aus dem 12. Jahrhundert. Es wird vor allem im englischen Lake District gehalten und ist darüber hinaus nicht weit verbreitet. Im Sommer leben die Schafe meistens halb wild auf den Hochmoorflächen. Aufgrund dieser Haltungsweise ist das Herdwick eines der robustesten britsichen Schafe und kommt auch auf kargen Böden und mit schlechtem Wetter zurecht.
Also das perkete Schaf für unsere ostfriesischen Verhältnisse.
Die Mutterschafe lammen problemlos. Lämmer werden ganz schwarz geboren und werden mit der Zeit immer heller. Die Mutterschafe sind hornlos, Böcke können geschwungene Hörner haben oder ebenfalls hornlos sein.
Das Herdwick ist eine mittelgroße Rasse und auch von nur einer Person zu händeln (bei der 80Kg-Frauke kommt man auch zu zweit ganz schön ins schwitzen). Unsere Mädels sind sehr ruhig und interessiert und reagieren eigentlich nie panisch. Nach kurzer Zeit fressen sie einem auch aus der Hand und sind leicht zu handhaben.


Hier unsere drei "Tanten": Frauke, Frida und Trudi (Schnucken-Mixe).


Nachdem wir am Niederrhein schon einige Jahre lang Schafe gehalten hatten, kamen wir hier in Ostfriesland erst 2007 wieder aufs Schaf, nachdem Oma Luzie ein verletztes und schon halb totes Lamm rettete und mit der Flasche großzog. Lämmi konnte natürlich nicht alleine bleiben und als sie dann auch noch anfing, mit den Hunden abends ins Körbchen zu hüpfen, war klar: Ein zweites Schaf musste her! Und so kam im Herbst noch Frauke (Ostfriesisches Milchschaf-Mix) dazu.